Die Liebe.

Wenn sie kommt, dann unerwartet.
Unbestimmt und unkontrolliert.
Nicht einzuzwängen, wild und frei.

Ist sie das? Die Liebe? Das unbezähmbare? Das nicht kontrollierbare?
Haben wir wirklich gar keinen Einfluss auf das, was wir Liebe nennen? Kommt und geht sie, wie sie will oder lassen wir sie kommen und gehen, wie wir eben Bock auf sie haben?

Ich glaube, wir haben mehr Einfluss auf die Liebe, als wir uns eingestehen wollen.

Ich glaube, wir gehen auch viel zu verantwortungslos mit ihr um. Kümmern uns nicht um sie, laden sie nicht oft genug zu uns ein, achten nicht darauf unseren Herzraum offen und weit zu halten, damit sie Platz hat, uns besuchen zu kommen.

Was bedeutet es wirklich der Liebe auf Augenhöhe zu begegnen?

Ihr nicht mehr ergeben zu sein und darauf zu hoffen, dass sie irgendwann kommt.

Was bedeutet es, nicht mehr einem Menschen treu zu bleiben, sondern der Liebe treu zu bleiben? Deinem Bild treu zu bleiben, wie du Liebe leben möchtest, auch wenn das heißen sollte, dich nicht mehr für einen anderen Menschen zu verbiegen?

Was bedeutet es, Liebe in mir zu kreieren?

Meine eigene Liebesquelle, die ein jeder/jede von uns in sich trägt, anzuzapfen und eben diese Liebe frei fließen zu lassen? Nicht mehr sparsam damit umzugehen und auf den einen zu warten, dem wir sie dann überschütten können.

Liebe ist für mich ein Zustand. Ein Zustand, in dem mein Herz offen und gefüllt ist. Mich ein Freudenmoment nach dem anderen jagt. Wo ich glücklich, beschwingt durch die Straßen laufe, mein Geist wach ist und die Kleinigkeiten wahrnimmt, die das Leben schön machen.

Liebe ist, wenn ich einen Menschen jenseits seiner Masken und meinen Projektionen sehen kann. Wenn ihn ihn sehe, ihn in seiner Schönheit, Reinheit und Größe erkenne und ihn auf einer Seelenebene berühren kann.

Aber nicht nur Menschen haben Seelen. Da gibt es auch noch andere Wesen, die auch alle eine Seele haben und die auch alle geliebt werden wollen.

Ja verdammt, da gibt es ein ganzes Leben vor dir, das darauf wartet von dir geliebt zu werden.

Liebe ist unabhängig von einem Menschen. Das schlimmste, was wir jemals machen konnten, ist diese Liebe zu limitieren und ihr zu sagen, dass sie nur zwischen zwei Menschen da sein darf. Und dass Liebe immer einhergeht mit einem Ausleben von Sexualität. Dass sie nicht erlaubt ist zwischen Freunden, weil sie ja alles nur kompliziert und eine Freundschaft kaputt macht. Dass sie nicht da sein darf, zwischen Vater und Kind, weil das ab einem bestimmten Zeitalter pervers ist.

Ich kann auch einen Menschen lieben, ohne auch nur im geringsten ein sexuelles Interesse an ihm zu haben.

Es gibt auch keine verschiedene Arten von Liebe. Ja, man kann sie auf verschiedenste Art und Weise ausleben. Aber dann ist das das Ausleben von ein und derselben Sache, nur eben auf unterschiedlichen Wegen.

Es gibt genau EINE Liebe.

Und diese Liebe existiert nicht nur zwischen Menschen. Sie ist da. ÜBERALL. In dir. In anderen. Sie ist das unsichtbare Band, das die Welt zusammenhält.

Unser Verständniss von Liebe ist so geschwindend gering, so unfassbar klein. Und es schmerzt mir, wenn ich daran denke, wie oft wir der Liebe verboten haben uns zu besuchen, wie oft wir sie verneint haben, aus Angst, sie würde Dinge kaputt machen, statt sie zu heilen.

Aber wie viel Leid wollen wir uns noch zufügen, indem wir uns selbst daran hindern, unsere ganze geballte Liebesfähigkeit auszuleben?

In unseren Körpern da schlagen XXL-Herzen einen Beat nach dem anderen und warten darauf benutzt zu werden.
Sie warten darauf, endlich wieder lieben zu dürfen.
Ohne Angst vor Schmerz und Verletzung. Sondern einfach wieder frei und unschuldig lieben zu dürfen. So wie damals .. als wir noch in die Pempers geschissen haben.

Also –

lasst uns das mit der Liebe einfach ein bisschen mehr üben, ja? Nicht nur einmal pro Woche, sondern immer dann, wenn wir sie nicht in uns spüren können. Wenn die Angst uns wieder fest im Griff hat, wenn die Zweifel und der Schmerz überhand nehmen – genau in diesen Momenten, lass uns die Liebe üben.

Kaiya Morris

He du! Ich bin Kaiya. Schriftstellerin, manchmal Poetry Slammerin, niedergelassene Weltenbummlerin, Ernährungsberaterin (i. A.), Online Business Mama von diesem Baby hier, Coach und so viel mehr. Alles was ich tue, steht hinter einem Grund: Dich dabei zu unterstützen, wieder zurück zu deinem wahren Selbst zu finden. Und dich wieder zu verlieben. In dein Leben. In dein Frau-Sein. In deinen Körper. In Geld. In Essen. In “das böse System”. Ich freu mich, wenn du Teil meiner SISTERHOOD Community wirst.

Bist du bereit für unedititerte Wahrheiten und Verletzlichkeit?

Falls ja, dann lese exklusive Texte von mir, die nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt sind.

Ja! Ich bin bereit.

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2017-06-20T14:53:44+00:00
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