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2016 war für mich das Jahr, in dem meine Sexualität erblühen konnte. Vorher musste ich zwar einem Trauma begegnen, hab mir währenddessen die Augen aus dem Kopf geheult und nicht verstanden, wie mir sowas passieren konnte und durfte dabei aber erleben, was für ein rießengroßes Geschenk es ist, von Freunden im Arm gehalten zu werden, während innerlich alles auseinanderbricht.

Im letzten Jahr ist sexuell so viel passiert. Ich bin innerlich so gewachsen, hab Dinge erlebt, von denen ich vorher nur träumen konnte und durfte mich sinnlich in vielen verschiedenen Situationen kennenlernen.

Im Vergleich dazu sieht dieses Jahr deutlich anders aus. Seit April hatte ich keinen Sex mehr. Manchmal kommt da die Scham oder auch eine Stimme, die sagt: Wie kannst du Workshops anbieten, die junge Frauen unterstützen sollen in ihre sexuelle Kraft zu kommen, wenn du selbst gerade keinen hast. Manchmal denke ich mir auch, dass es mir mehr ausmachen müsste. Ich hab ja schließlich oft genug appelliert, wie wichtig eine lebendige Sexualität ist und wir sexuelle Wesen sind.

Aber meine Wahrheit ist gerade, dass es mir an nichts fehlt. Und genauso wenig wie ich an linearen Wachstum glaube, glaube ich auch nicht an einer geradlinig verlaufenden Sexualität. Mal ist sie im Vordergrund und prägt mein Leben sehr stark. Mal ist sie ein sanfter Fluss, der im Hintergrund vor sich hin plätschert, aber niemals ganz versiegt.

Dafür war 2017 viel geprägt mit Beziehung und Liebesthemen. Herzschmerz, Trennungswunden, die mich unerwartet völlig aus der Bahn geworfen haben, wieder alte Traumata, die aufgetaucht sind und verstanden werden wollten, damit sie integriert werden können. Nähe und Distanz Dynamiken, Angst vor Einsamkeit und Freude an Zweisamkeit. All dies und noch mehr.

Ich hab viel gelernt über die Liebe in diesem Jahr. Was sie braucht und was sie nicht braucht. Was ich tun kann, um immer wieder zurück zu einem Raum in mir zu finden, der mich innerlich frei sein lässt. Nicht eingebunden in Verstrickungen mit anderen zu sein, sodass ich mich nicht mehr spüren kann, sondern wie ich klar bei mir bleibe und trotzdem mich meinem Gegenüber öffne.

Es war nicht immer leicht. Auch hier hab ich wieder viel geweint. Alte Liebesbilder und kindliche Ansprüche losgelassen. Ich bin gereift in der Liebe. Hab das Disney Liebesbild sein lassen und mich der harten Realität gestellt, dass Liebe einfach fucking schwer ist. Und es an Geduld und Ausdauer braucht, um die Fähigkeit zu lieben zu stärken. Das lernt man nicht mal nur eben so in einem Workshop.

Lieben lernt man in Beziehungen. Nicht, wenn ich meine ganzen schlauen Beziehungsbücher lese, sondern dann, wenn ich mich halsüberkopf verliebt habe und nicht mehr klar denken kann und alles in einem großen Schlamassel endet, weil mein inneres Kind dieses und jenes will und nicht bekommt und meine Erwachsene eigentlich gar kein Bock auf solch einen Kindergarten hat, aber nicht weiß, wie sie da wieder rauskommt.

Dann lerne ich zu lieben. Im Chaos, in Verstrickungen, in Beziehungs-Krisen – dort warten die ganzen Potenziale, die entdeckt werden wollen, die uns wachsen lassen in der Liebe. Und die uns zu reifen Erwachsenen machen, die anständige Beziehungen miteinander führen können. Auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt.

2017 ist noch nicht ganz vorbei. Aber eins kann ich jetzt schon sagen: Es war ein gutes Jahr. Es war ein Jahr der Liebe. Ein Jahr der Freundschaft und ein Jahr voller Höhen und Tiefen.

Ich hab Tränen geweint aus Tiefen, die mir nicht bekannt waren und gelacht, wie ich lang nicht mehr gelacht habe.

Bin wieder und wieder in eine tiefere Liebe mit mir selbst gefallen. Mit jedem Moment, in dem ich Angst vor der Wunde des Verlassenwerdens hatte, durfte ich lernen, selbst für mich da zu sein. Mich zu halten in meinem eigenen Schmerz und in meiner Trauer. Durfte mich von wahrer Freundschaft halten lassen und erkennen, dass es sehr wohl Menschen in meinem Leben gibt, die an meinem tiefsten Schmerz interessiert sind. Menschen, die für mich da sind. Menschen, auf die ich mich verlassen kann.

Danke. Danke dafür.
Danke für die Menschen, die Teil dieser ewig verrückten und verdrehten Reise sind.
Danke für den Mann, der mich dieses Jahr viel begleitet hat. Danke für sein offenes, warmes Herz und dafür, dass er sich selbst treu geblieben ist, ganz egal, wie stark ich an ihm gezerrt habe.
Und Danke für die weltallerbesten Freundinnen. Ihr seid mein Anker, wenn das Leben stürmig ist.

In Liebe

Kaiya

Hi! Ich bin Kaiya. Online Business Mama von diesem Baby hier, Coach und so vieles mehr. Alles was ich tue, dient einem Grund: Dich in deinem spirituellen und sexuellem Wachstum zu unterstützen. Ich freu mich, wenn du Teil meiner SISTERHOOD Community wirst oder mein E-Book liest.

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Ja, das will ich lesen!

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. Nicht die Beziehung ist gerade dafür verantwortlich, dass es mir schlecht geht. Sondern mein Trauma und meine Wunden, die sowieso schon in mir waren. Nicht der Mensch, mit dem ich gerade bin, [...]

2020-05-12T07:21:01+00:00
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